Spanien

La Junquera

„Wandel inspirieren durch regenerative Landwirtschaft, Bildung und lokale Zusammenarbeit im ländlichen Raum“

Diese regenerative Landwirtschaftsmethode gehört zur Makrokategorie Nachhaltigkeit, in der Kategorie Wassermanagement und Bodenregeneration, mit folgenden Maßnahmen:

Wasserauffanggräben, Infiltrationsgräben, Teiche, nachhaltige Wassernutzung, regenerative Landwirtschaft, Biodiversität, Ökosystemregeneration, Bodenfruchtbarkeit, Regenwassernutzung, Kompostierung, ökologische Korridore, Vermeidung von Desertifikation, Förderung einheimischer Pflanzen, nachhaltiger Landbau, Wasserschutz

Einleitung

Alfonso Chico de Guzmán, Landwirt in fünfter Generation, und Yanniek Schoonhoven haben den Betrieb La Junquera übernommen mit dem Ziel, das degradierte Land durch regenerative Landwirtschaft wiederherzustellen. Angespornt durch die Notwendigkeit nachhaltiger Ernährungssysteme stellte Alfonso den Hof auf Praktiken um, die die Bodengesundheit, Biodiversität und Wasserschutz fördern. Seine Motivation entspringt einem tiefen Engagement für zukünftige Generationen, in denen Landwirtschaft weiterhin produktiv sein und gleichzeitig Umweltschäden rückgängig machen soll.

Durch Innovation und Zusammenarbeit wurde La Junquera zu einem Lernzentrum, das zeigt, dass Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Das Team von La Junquera ist überzeugt, dass die Arbeit im Einklang mit der Natur nicht nur Verantwortung, sondern auch eine Chance ist, die Resilienz von Ökosystemen zu sichern und langfristig rentabel zu wirtschaften.

Der Hof

La Junquera liegt in Murcia (Spanien) und umfasst 1.100 Hektar, die vollständig regenerativ bewirtschaftet werden. Der Hof befindet sich seit Generationen im Besitz der Familie Chico de Guzmán und hat sich zu einem Modell für nachhaltige Landwirtschaft entwickelt. Er produziert biologische Feldfrüchte, integriert Tierhaltung und fördert Agroforstwirtschaft. Darüber hinaus organisiert der Betrieb Bildungsprogramme, Forschungsinitiativen und Workshops für Studierende. Das Konzept von La Junquera verbindet Tradition mit modernen Techniken und zeigt, dass Landwirtschaft gleichzeitig Ökosysteme regenerieren und wirtschaftlich tragfähig sein kann.

Der Standort

La Junquera liegt in der Region Murcia im Südosten Spaniens, in einer semi-ariden Mittelmeerlandschaft. Der Hof erstreckt sich über 1100 ha über Hügel, trockene Grasflächen und bewirtschaftete Felder und ist umgeben von natürlichen Ökosystemen mit hoher Artenvielfalt. Die Region hat heiße Sommer und milde Winter, wodurch der Wasserschutz eine zentrale Rolle spielt. In der Nähe liegt die Stadt Caravaca de la Cruz, bekannt für ihre historischen und kulturellen Stätten. Die Umgebung ist geprägt von rauem Gelände, Mandel- und Olivenhainen und Anstrengungen zur Bekämpfung von Desertifikation durch nachhaltige Landwirtschaft.

Ziele der landwirtschaftlichen Regeneration

La Junqueras Hauptziel ist die Regeneration des Bodens und die Wiederherstellung seiner natürlichen Fruchtbarkeit, sowie die Förderung von Biodiversität und Nachhaltigkeit. Dafür nutzt der Betrieb regenerative Methoden wie Fruchtfolge, Agroforstwirtschaft und ein effektives Wassermanagement. Durch die Integration von Tierhaltung, ökologischem Anbau und natürlicher Düngung wird eine Auslaugung der Böden vermieden. Ein zentraler Bestandteil der Strategie ist die Verwertung von organischem Material durch Kompostierung, um Bodenqualität zu verbessern und Abfall zu minimieren. Ziel ist ein geschlossener Kreislauf, in dem jedes Element zur Regeneration des Bodens beiträgt um weniger abhängig von externen Ressourcen zu sein und langfristige Fruchtbarkeit zu erzielen.

BestpracticeFokus

Wassermanagement spielt bei La Junquera eine Schlüsselrolle in der regenerativen Landwirtschaft. Der Betrieb nutzt Wasserauffanggräben, die entlang der natürlichen Geländekonturen verlaufen. Sie verhindern Erosion, steuern Oberflächenabfluss und fördern die Versickerung. Diese Gräben erstrecken sich über insgesamt 10 Kilometer und dienen gleichzeitig als ökologische Korridore, die die Biodiversität fördern. Außerdem wurden mehr als 60 Teiche und Sedimentfallen angelegt, die Wasser speichern und so auch in der Trockenzeit zur Verfügung stehen. Diese Teiche unterstützen landwirtschaftliche Bewässerung, dienen aber auch als Lebensraum für Wildtiere und Zugvögel. La Junquera schafft es damit, Wasser zu bewahren und gleichzeitig das Ökosystem aufzuwerten.

Finanzielle Aspekte bei der Umsetzungregenerativer Maßnahmen – Herausforderungen

Die Umstellung auf regenerative Landwirtschaft erforderte hohe Anfangsinvestitionen, insbesondere für die Anlage von Wassergräben und Teichen. In der Übergangszeit führte dies zu einer vorübergehenden Produktivitätsminderung, was eine Herausforderung vor allem für Betriebe mit niedrigen Margen ist. Langfristig jedoch konnte die Rentabilität des Betriebs durch die regenerativen Praktiken deutlich verbessert werden, insbesondere in Bezug auf Resilienz gegenüber Trockenheit und Wüstenbildung. Die Farm hat sich von verfallenen Gebäuden zu einer lebendigen Gemeinschaft mit mehr Beschäftigten entwickelt. Neben der Eigeninitiative erhielt La Junquera auch private Förderungen durch Organisationen, die das Projekt unterstützen. Solche Unterstützung und Anreize für Landwirt:innen sind entscheidend, um den Wandel zur regenerativen Landwirtschaft zu ermöglichen.

Vorteile und Nachteile der pfluglosen Bewirtschaftung und des Zwischenfruchtanbaus

Wasserschutz: Die Nutzung von Gräben und Teichen ermöglicht das Speichern von Regenwasser und sorgt für Wasserversorgung in Trockenzeiten.

Verbesserte Bodengesundheit: Die Maßnahmen fördern die Bodenstruktur, reduzieren Erosion und verbessern langfristig die Bodenfruchtbarkeit.

Mehr Biodiversität: Ökologische Korridore und Wasserflächen schaffen Lebensräume für Wildtiere und fördern die Artenvielfalt.

Hohe Anfangsinvestitionen: Der Bau von Gräben, Teichen und Infrastruktur erfordert hohe finanzielle Mittel, besonders für kleinere Betriebe eine Hürde.

Laufender Wartungsaufwand: Systeme müssen gepflegt werden, inklusive Reinigung von Sedimentfallen, Überprüfung von Wasserständen und Reparaturen.

Flächennutzung eingeschränkt: Die Anlage von Wassersystemen kann landwirtschaftlich nutzbare Fläche verringern und die Gesamtproduktivität beeinflussen.

Lerninhalte

Wassermanagement spielt bei La Junquera eine Schlüsselrolle in der regenerativen Landwirtschaft. Der Betrieb nutzt Wasserauffanggräben, die entlang der natürlichen Geländekonturen verlaufen. Sie verhindern Erosion, steuern Oberflächenabfluss und fördern die Versickerung. Diese Gräben erstrecken sich über insgesamt 10 Kilometer und dienen gleichzeitig als ökologische Korridore, die die Biodiversität fördern. Außerdem wurden mehr als 60 Teiche und Sedimentfallen angelegt, die Wasser speichern und so auch in der Trockenzeit zur Verfügung stehen. Diese Teiche unterstützen landwirtschaftliche Bewässerung, dienen aber auch als Lebensraum für Wildtiere und Zugvögel. La Junquera schafft es damit, Wasser zu bewahren und gleichzeitig das Ökosystem aufzuwerten.

Kenntnisse in der Planung und Umsetzung von Wasserrückhaltesystemen entlang von Geländekonturen zur Optimierung der Wasseraufnahme

Verständnis für ökologische und umweltbezogene Vorteile solcher Systeme für Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität

Vertrautheit mit lokalem Klima und Ökosystem, um geeignete einheimische Pflanzenarten für ökologische Korridore auszuwählen

Fähigkeit zur Planung und Bau von Infiltrationsgräben und Teichen im Rahmen regenerativer Landwirtschaft

Umsetzung von Kompostierungsverfahren zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit

Beurteilung der ökologischen Auswirkungen von Wassermanagementsystemen und deren Integration ins Gesamtsystem des Hofs

Entwicklung eines tiefen Verständnisses für nachhaltige Landwirtschaft, die Abfall reduziert und natürliche Ressourcen schont

Quellen / Literaturverzeichnis

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