Spanien

Bodegas Negon

“Ein Wein mit Seele”

Traditioneller Weinbau; Wiederherstellung von Weinbergen; nachhaltiger Weinbau; Biodiversität; biologische Landwirtschaft; Bodengesundheit; Respekt vor dem Terroir; ökologisches Gleichgewicht; Kulturerbeerhalt; Enotourismus; Umweltschutz; regenerative Landwirtschaft; Wasserschutz; naturnaher Weinbau; ökologische Weinproduktion

Einleitung

Für die Familie Negro und González (Bodega Negón) ist die Entscheidung für regenerative Landwirtschaft mehr als nur eine Produktionsweise. Sie ist Ausdruck einer tiefen inneren Überzeugung. Als Biowinzer*innen ist ihre Verbindung zum Land ein unschätzbares Erbe, das über Generationen weitergegeben wurde. Ihre Arbeit ist nicht nur eine wirtschaftliche Tätigkeit, sondern eine Lebensweise, getragen von Respekt und einem harmonischen Miteinander mit der Natur.

Dieser ganzheitliche Ansatz stärkt die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt, in der beide voneinander profitieren. Ihr Engagement für diese Vision ist ein Ausdruck der Liebe zu ihrem Land, ein Akt des Erhalts und der Achtung, der sich in qualitativ hochwertigen Weinen mit unverwechselbarem Charakter widerspiegelt.

Der Hof

Die Weine der Familie spiegeln die Weinbaugeschichte des Riaza-Tals wieder – ein Erbe, das von den Großeltern der heutigen Generation stammt. Für Víctor Negro, Önologe und heutiger Betriebsleiter, steht die Familie im Zentrum des Projekts, gemeinsam mit Freund*innen, Fachleuten und der Natur. Die Weinbautradition beruht auf Beobachtung, Respekt und der Pflege des Terroirs und fördert dabei gezielt regenerative Praktiken. Es kommen natürliche Methoden zum Einsatz, um das ökologische Gleichgewicht zu erhalten und die Nachhaltigkeit zu sichern. Die neue Generation vereint dabei Liebe zum Handwerk mit Geduld und Fachwissen. Es entstehen charakterstarke Weine, in denen Natur und Geschichte die Hauptrollen spielen. Die Familie hat zudem den historischen Weinkeller aus dem 19. Jahrhundert wiederhergestellt, wo heute die besten Weine des Hauses reifen. Auch vergessene, einheimische Rebsorten werden wieder angebaut, die früher von großer Bedeutung waren, aber dem Marktdruck zum Opfer fielen.

Der Standort

Die Weinberge und die Kellerei der Bodega Negón befinden sich in Haza, einem mittelalterlichen Dorf etwa 6 km von Fuentecén (Burgos) entfernt im renommierten Weinbaugebiet Ribera del Duero. Diese Region entlang des DueroFlusses ist weltweit bekannt für ihre hochwertigen Weine. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, Hochebenen und Flusstälern auf Höhen zwischen 700 und 900 Metern. Das kontinentale Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern sorgt für intensive Aromen und Geschmacksstoffe in den Trauben. Die Böden tragen mit ihrer Vielfältigkeit von Kalk und Ton bis Sand und Kies zur Komplexität der Weine bei. Das Riaza-Tal rund um Haza bietet eine große biologische Vielfalt mit Weinbergen, Eichenwäldern und Getreidefeldern. Der Duero reguliert das Klima und stellt die lebenswichtige Wasserversorgung sicher. Die D.O. Ribera del Duero beheimatet einige der angesehensten Weingüter Spaniens, bekannt für strukturstarke Tempranillo-Weine mit großem Reifepotenzial.

Ziele der landwirtschaftlichen Regeneration

Víctor Negro ist überzeugt, dass die Methoden der industriellen Landwirtschaft nicht mehr zeitgemäß sind: „Wir zerstören die Natur und beuten Ressourcen bis an ihre Grenzen aus. “ Er beschreibt den Weg, der ihn zur regenerativen Landwirtschaft geführt hat: „Zu viele externe Mittel machen die Pflanzen süchtig. Wenn wir das Gras vernichten, töten wir den Boden. Wir verändern die Genetik der Pflanzen und verlieren unsere wichtigste Ressource: die Mikroorganismen. “Diese Mikroorganismen wandeln organische Substanz im Boden in pflanzenverfügbare Nährstoffe um, denn Pflanzen „essen nicht einfach irgendetwas“. Es ist der natürliche Kreislauf einer ausgewogenen und nachhaltigen Ernährung. In Anlehnung an das Wissen ihrer Vorfahren hat die Familie wieder einheimische Rebsorten gepflanzt und den alten Weinkeller reaktiviert, um darin ihre Weine auszubauen.

BestpracticeFokus

In der Familie wird Biodynamik als Lebensweise verstanden. „Sie hilft Winze*:innen, ihre Arbeit zu hinterfragen, die Reben und ihre Umgebung besser zu verstehen und eine tiefere Verbindung zur Natur aufzubauen.“ Konventionelle Landwirtschaft bringt Pflanzen durch hohe Salzkonzentrationen im Boden unter Stress, steigert ihren Wasserbedarf und macht sie empfindlicher gegenüber Witterung und Klimaveränderungen. Das führt zu übermäßigem Wuchs, was wiederum Schädlinge anzieht. Chemische Mittel zerstören dann nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge und das ökologische Gleichgewicht gerät aus dem Lot. „Mit jedem Zyklus wird das System instabiler und die Pflanzen abhängiger von uns.“

In den Weinbergen der Bodega Negón darf Gras unter fachkundiger Beobachtung natürlich wachsen. „Unser Boden fördert jetzt Mikroorganismen und ist widerstandsfähiger. Bei Regen speichern die von den Gräsern gebildeten Mikroporen Wasser, das ist ein entscheidender Vorteil in Trockenzeiten.“

Finanzielle Aspekte bei der Umsetzungregenerativer Maßnahmen – Herausforderungen

Víctor Negro vertraut auf einfache Prinzipien wie z.B. die drei M: organische Masse, Mikroorganismen und Mineralien. „Kritiker sagen, wir müssten mehr produzieren, um die Welt zu ernähren. Doch viele Studien belegen, dass ökologische Landwirtschaft vergleichbare Erträge bringen kann bei deutlich besserer Qualität.

“Warum ist sie dann noch nicht Standard? „Unsere Zahl wächst, aber wir müssen Vertrauen aufbauen. Die Medien spielen dabei eine wichtige Rolle. Regenerative Projekte sind keine Träumereien, sondern fundierte Methoden, gestützt durch Forschung. Es ist möglich, im Einklang mit der Natur zu arbeiten, ohne wissenschaftliche Sorgfalt aufzugeben.“

Vorteile und Nachteile der pfluglosen Bewirtschaftung und des Zwischenfruchtanbaus

Gesunde Böden & Biodiversität: Förderung von Mikroorganismen und Bodenleben. Das stärkt die Widerstandskraft der Pflanzen, verbessert die Bodenstruktur und reduziert den Bedarf an externen Mitteln.

Hochwertige Weine: die natürliche Balance im Weingarten verbessert die Qualität, was zu Weinen mit mehr Tiefe, Komplexität und Terroirausdruck führt, besonders geschätzt in Premiumsegmenten

Nachhaltigkeit & Ressourcenschonung: Verzicht auf Chemie schont Umwelt und Grundwasser. Die Kreislaufwirtschaft spart Energie und sichert langfristig die Fruchtbarkeit der Böden.

Hoher Arbeits- und Zeitaufwand: Regenerative Bewirtschaftung erfordert viel Handarbeit, genaue Beobachtung und spezifisches Wissen, was die Arbeitskosten erhöht.

Geringere Erträge in der Umstellung: In den ersten Jahren nach der Umstellung auf biodynamische Methoden kann es zu Ertragseinbußen kommen, bis sich das System stabilisiert.

Begrenzte Marktakzeptanz: Trotz wachsender Nachfrage bestehen Vorurteile gegenüber Biodynamik. Nicht alle Konsument*innen und Händler*innen verstehen oder vertrauen dem Ansatz vollständig.

Lerninhalte

In der Familie wird Biodynamik als Lebensweise verstanden. „Sie hilft Winze*:innen, ihre Arbeit zu hinterfragen, die Reben und ihre Umgebung besser zu verstehen und eine tiefere Verbindung zur Natur aufzubauen.“ Konventionelle Landwirtschaft bringt Pflanzen durch hohe Salzkonzentrationen im Boden unter Stress, steigert ihren Wasserbedarf und macht sie empfindlicher gegenüber Witterung und Klimaveränderungen. Das führt zu übermäßigem Wuchs, was wiederum Schädlinge anzieht. Chemische Mittel zerstören dann nicht nur Schädlinge, sondern auch Nützlinge und das ökologische Gleichgewicht gerät aus dem Lot. „Mit jedem Zyklus wird das System instabiler und die Pflanzen abhängiger von uns.“

In den Weinbergen der Bodega Negón darf Gras unter fachkundiger Beobachtung natürlich wachsen. „Unser Boden fördert jetzt Mikroorganismen und ist widerstandsfähiger. Bei Regen speichern die von den Gräsern gebildeten Mikroporen Wasser, das ist ein entscheidender Vorteil in Trockenzeiten.“

Traditionelle Weinbaumethoden verstehen und anwenden können

Nachhaltige und ökologische Praktiken im Weinbau

Bedeutung von Biodiversität für vitikulturelle Ökosysteme

Einfluss des Terroirs auf die Weinqualität

Wiederbelebung von Weinbergen und Pflege regionaler Kultur

Umsetzung biologischer Anbaumethoden

Expertise in Management von Bodengesundheit und nachhaltiger Rebanbau

Fähigkeiten im Bereich Weintourismus, um Besucher:innen aktiv einzubeziehen und fachlich zu begleiten

Kompetenz im verantwortungsvollen Umgang mit Umwelt und im Erhalt des ökologischen Gleichgewichts im Weinbau

Kontaktdaten

Adresse
C/Diego Arias de Miranda, 42 – 09315 Fuentecén, Burgos, Spain.
Telefon
Víctor Negro: +34 676 59 68 83