Italien

Azienda Agricola La Chiona

„Wir bauen gesunde Lebensmittel auf gesundem Boden an für gesunde Kundinnen und Kunden”

Diese Methode der regenerativen Landwirtschaft fällt in die Makrokategorie Bodenbewirtschaftung, innerhalb der Kategorie Bodenverbesserung / Zufuhr organischer Substanz, mit der Maßnahme: Gründüngung.

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Einleitung

Azienda Agricola La Chiona ist ein familiengeführter Betrieb, der über Generationen mit Leidenschaft weitergegeben wurde. Alles begann mit Großvater Alfonso, der seinen Kindern und Enkeln die Liebe zum Land und dessen respektvolle Bewirtschaftung vermittelte. Heute wird der Betrieb von Ingenieur Sandro Della Vedova und Dr. Paola Conedera geführt, die Tradition mit Forschung und Innovation verbinden. Ihr Ziel ist es, die Produktqualität stetig zu verbessern, die besten Sorten von Hülsenfrüchten und Getreide auszuwählen und nachhaltige Anbaumethoden zu nutzen.

La Chiona setzt von Anfang an auf Bioproduktion und auf Konservierungstechniken, die Frische und Geschmack der Produkte erhalten. In den letzten Jahren wurde das Engagement auf die Wiederentdeckung und Aufwertung lokaler Sorten ausgeweitet. Mit Leidenschaft und Hingabe werden diese alten Kulturpflanzen unter der Marke La Chiona angebaut, verpackt und vermarktet und bringen so echte, geschichtsträchtige und traditionsreiche Produkte auf den Tisch.

Der Hof

Azienda Agraria La Chiona wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Alfonso Cipolloni gegründet, einem Kenner Umbriens und Spezialisten für Oliven- und Getreideanbau. Nach seinem Tod übernahmen seine Tochter Maria Antonietta und ihr Mann Pierfrancesco Della Vedova den Betrieb. Sie führten ihn mit nachhaltigem Ansatz weiter und gaben diese Werte an die dritte Generation weiter. Der heutige Fokus liegt auf der Förderung wertvoller umbrischer Hülsenfrüchte und Getreidesorten wie Linsen aus Castelluccio di Norcia, Dinkel aus Monteleone di Spoleto, Kichererbsen aus Spello und alte Getreidesorten wie Cappelli, Gentilrosso und Khorasan.

Der Betrieb umfasst rund 33 Hektar im Gebiet von Spello. Weitere Flächen werden jährlich über Anbauverträge mit anderen Landwirten bewirtschaftet.

Der Standort

Spello ist ein Dorf in Umbrien, am Hang des Monte Subasio, eingebettet in eine Hügellandschaft mit Wäldern, jahrhundertealten Olivenhainen und Weinbergen. Das Gebiet rund um La Chiona ist geprägt von sanften Hügeln mit Olivenbäumen, die ein bekanntes Olivenöl liefern. Die Anbauflächen wechseln sich ab mit wilden Vegetationszonen und schaffen ein artenreiches Umfeld. Der Blick reicht bis ins umbrische Tal mit Ausblicken auf Assisi und Foligno. Der nahe Monte Subasio bildet einen Kontrast aus unberührter Natur und historischen Dörfern. Wasserläufe und abwechslungsreiche Böden begünstigen eine vielfältige Landwirtschaft mit Getreide, Gemüse, Reben und Obst.

Ziele der landwirtschaftlichen Regeneration

La Chiona legt großen Wert auf Umweltschutz und auf den Erhalt natürlicher Nährstoffe im Boden und in den Produkten. Daher werden regenerative Praktiken wie Gründüngung eingesetzt. Diese alte Methode ernährt den Boden auf natürliche Weise und macht den Einsatz von Chemikalien überflüssig. Dafür werden zwischen Reihenkulturen gezielt Pflanzen angebaut, die später in den Boden eingearbeitet werden. Sie reichern den Boden mit Nährstoffen an und tragen so zu einer guten Ernte bei. Gründüngung ist eine einfache, aber sehr wirksame Technik zur natürlichen Bodenpflege.

BestpracticeFokus

Gründüngung ist der Anbau von Pflanzen, die nicht geerntet, sondern in den Boden eingearbeitet werden, um die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit zu verbessern. Verwendet werden meist Leguminosen, Gräser und Kreuzblütler, oft als Mischung. Leguminosen wie Luzerne oder Erbsen binden Stickstoff, Gräser wie Hafer liefern organische Masse, Kreuzblütler lockern den Boden und bekämpfen Nematoden. Zusätzlich hemmt Gründüngung Wildkrautwachstum und schützt vor Erosion. Die Aussaat erfolgt meist im Herbst, wobei auch andere Zeitpunkte möglich sind. Sie dient auch als Zwischenkultur, um den Boden zwischen Hauptkulturen zu schützen. Gründüngung ist eine natürliche Alternative zu Mineraldüngern und verbessert langfristig die Bodenqualität.

Finanzielle Aspekte bei der Umsetzungregenerativer Maßnahmen – Herausforderungen

Zu den Herausforderungen der Gründüngung zählt die Auswahl geeigneter Pflanzenarten. Die Entscheidung hängt vom Bodentyp, Klima und der folgenden Kultur ab. Auch die zeitliche Abstimmung mit der restlichen Bewirtschaftung ist wichtig, da das Feld für Wochen oder Monate belegt ist. Das kann die Fruchtfolge beeinflussen. Zusätzlich entstehen Kosten für Saatgut, die je nach Mischung stark variieren. Auch der Arbeitsaufwand für Aussaat und Einarbeitung ist zu berücksichtigen. Eine sorgfältige Planung ist notwendig, damit die Gründüngung ihre positiven Wirkungen entfalten kann.

Vorteile und Nachteile der pfluglosen Bewirtschaftung und des Zwischenfruchtanbaus

Verbesserte Bodenfruchtbarkeit: Leguminosen reichern den Boden mit organischem Stickstoff an und verringern den Bedarf an Kunstdünger.

Mehr organische Substanz und bessere Bodenstruktur: Das Einarbeiten der Gründüngung fördert Humusbildung, Wasserhaltefähigkeit und Durchlüftung.

Unkrautkontrolle und Erosionsschutz: Die Pflanzen bedecken den Boden, verhindern Unkrautwuchs und schützen vor Erosion.

Zusätzliche Kosten und Arbeitsaufwand: Für Saatgut, Pflege und Einarbeitung entstehen Kosten für Personal und Maschinen.

Flächennutzung: Während der Gründüngung steht die Fläche nicht für andere Kulturen zur Verfügung, was kurzfristig die Produktivität senken kann.

Risiko falscher Wahl der Gründüngung: Ungeeignete Arten können negative Effekte haben, etwa durch Hemmstoffe oder Förderung von Schädlingen.

Lerninhalte

Gründüngung ist der Anbau von Pflanzen, die nicht geerntet, sondern in den Boden eingearbeitet werden, um die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit zu verbessern. Verwendet werden meist Leguminosen, Gräser und Kreuzblütler, oft als Mischung. Leguminosen wie Luzerne oder Erbsen binden Stickstoff, Gräser wie Hafer liefern organische Masse, Kreuzblütler lockern den Boden und bekämpfen Nematoden. Zusätzlich hemmt Gründüngung Wildkrautwachstum und schützt vor Erosion. Die Aussaat erfolgt meist im Herbst, wobei auch andere Zeitpunkte möglich sind. Sie dient auch als Zwischenkultur, um den Boden zwischen Hauptkulturen zu schützen. Gründüngung ist eine natürliche Alternative zu Mineraldüngern und verbessert langfristig die Bodenqualität.

Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit: Verstehen der Nährstoffkreisläufe und der Rolle von Leguminosen bei der Stickstoffbindung.

Zwischenfruchtmanagement: Auswahl geeigneter Arten je nach Klima, Boden und Ziel (z.B. Strukturverbesserung, Unkrautkontrolle).

Einfluss auf Biodiversität: Erkennen der positiven Effekte auf Mikroorganismen, Nützlinge und das gesamte Agrarökosystem.

Agronomische Planung: Einbindung der Gründüngung in die Fruchtfolge, mit passendem Zeitpunkt für Aussaat und Einarbeitung.

Bodenbearbeitung: Fachgerechter Umgang mit dem Boden zur Ausschöpfung des Nutzens der Gründüngung.

Beobachtung und Auswertung: Fähigkeit zur Beurteilung der Bodeneigenschaften vor und nach der Maßnahme, etwa in Bezug auf Fruchtbarkeit, Struktur und biologische Aktivität.

Kontaktdaten

Adresse
Via C. Piermarini 8, Acquatino di Spello, 06038 Spello (PG)
Telefon
(+39) 320 6145549