Spanien

Cooperativa Mas La Sala

„Eine Wohn- und Produktionsgenossenschaft ohne Gewinnstreben, die sich für die Regeneration von Ökosystemen, Resilienz und Zusammenarbeit einsetzt.“

Diese Methode der regenerativen Landwirtschaft fällt unter den Bereich Nachhaltigkeit, in der Kategorie Tierhaltung und Flächenbewirtschaftung, mit folgenden Maßnahmen:

Rationales Weidemanagement, Rotationsweide, Weidepflege, Wiederherstellung der Bodengesundheit, Förderung der Biodiversität, ökologischer Landbau, nachhaltige Tierhaltung, Kohlenstoffbindung, Regeneration von Ökosystemen, Wassermanagement, Agroforstwirtschaft, lokale Ernährungssysteme, regenerative Anbaumethoden

Einleitung

Die Cooperativa Mas La Sala wurde 2020 in Sant Pau de Segúries (Katalonien) von sechs Gründungsmitgliedern gegründet, die sich der Regeneration von Ökosystemen und der Stärkung der Widerstandsfähigkeit ländlicher Räume verschrieben haben. Ihre Motivation entsprang dem Bedürfnis, die Bodengesundheit wiederherzustellen, die Biodiversität zu fördern und die Abhängigkeit von externen Betriebsmitteln zu verringern. Sie wenden regenerative Landwirtschaft und Viehhaltung an. Ziel der Kooperative ist wirtschaftliche Selbstversorgung, die Unterstützung der lokalen Wirtschaft und die Förderung gesunder, hochwertiger Lebensmittel.

Ihr demokratisches, genossenschaftliches Modell gewährleistet faire Entscheidungsprozesse und nachhaltiges Wachstum. Mas La Sala zeigt, dass regenerative Landwirtschaft sowohl praktikabel als auch notwendig für die Zukunft ländlicher Regionen ist.

Der Hof

Die Cooperativa Mas La Sala umfasst 60 Hektar in Sant Pau de Segúries (Katalonien) und ist auf den Anbau von Obst und Gemüse sowie Viehzucht spezialisiert. Sie halten Ripollesa-Schafe und F1-Rinder (Kreuzungen aus Original Angus und Asturiana de la Montaña) und bauen saisonales Gemüse, Obstbäume und Sträucher an. Der Betrieb befindet sich im Übergang zur ökologischen und regenerativen Landwirtschaft mit dem Ziel einer nachhaltigen Lebensmittelproduktion. Die Produkte werden auf lokalen Märkten und per Hauszustellung in der Region Ripollès vertrieben. Neben der Landwirtschaft betreibt die Kooperative eine Buchhandlung, Unterkünfte für ländlichen Tourismus sowie Umweltbildungsprogramme. Mas La Sala ist für Freiwillige, Praktikant*innen und Besucher*innen zugänglich, jedoch nur nach vorheriger Kontaktaufnahme.

Der Standort

Die Kooperative befindet sich in Sant Pau de Segúries, einem kleinen Dorf in der Comarca Ripollès in Katalonien, im Norden der Provinz Girona. Die Gegend ist geprägt von einer bergigen Landschaft mit Ausblick auf die Pyrenäen im Norden. Die Kooperative liegt in einer Region mit Wäldern, Flüssen und landschaftlicher Vielfalt – ein idealer Standort für nachhaltige Landwirtschaft und ökologische Projekte. Die biologische Vielfalt und die natürlichen Ressourcen der Umgebung bieten günstige Voraussetzungen für regenerative Landwirtschaft und unterstützen das Ziel der Kooperative, lokale Ökosysteme zu erhalten und zu verbessern.

Ziele der landwirtschaftlichen Regeneration

Die Ziele der Cooperativa Mas La Sala im Bereich der landwirtschaftlichen Regeneration konzentrieren sich auf die Wiederherstellung der Bodengesundheit durch Maßnahmen wie Fruchtfolge und ökologischen Anbau. Sie fördern die Biodiversität durch den Erhalt lokaler Nutztierrassen und einer Vielzahl von Kulturen. Die Kooperative arbeitet außerdem an der Kohlenstoffbindung im Boden durch entsprechende Bewirtschaftungspraktiken. Durch Direktvermarktung und Hauszustellung stärken sie das lokale Ernährungssystem und unterstützen die regionale Wirtschaft. Die Kooperative verpflichtet sich zu einem positiven Umwelteinfluss bei gleichzeitiger Förderung nachhaltiger Lebensmittelproduktion.

BestpracticeFokus

Die wichtigste Praxis bei Mas La Sala ist das rationale Weidemanagement. Dabei handelt es sich um eine Methode, bei der Weidetiere zum optimalen Zeitpunkt entsprechend dem Nachwuchs der Weideflächen und ihrem Wohlbefinden grasen. Diese Methode wird bei Ripollesa-Schafen und Angus-Rindern angewendet, die nicht nur die Weideflächen nutzen, sondern auch zur Pflege angrenzender Waldflächen beitragen. Durch gezielte Rotation der Weideflächen verbessert die Kooperative die Bodengesundheit, unterstützt die Biodiversität und fördert eine nachhaltige Landnutzung. Die Praxis trägt sowohl zum ökologischen Gleichgewicht als auch zum Tierwohl bei.

Finanzielle Aspekte bei der Umsetzungregenerativer Maßnahmen – Herausforderungen

Die Cooperativa Mas La Sala hat ihre Einkommensquellen diversifiziert, um die Abhängigkeit von der Landwirtschaft zu verringern. Neben Landwirtschaft und Viehzucht erwirtschaften sie Einnahmen durch ländlichen Tourismus, mit Unterkünften für Besucher:innen, die sich für Natur und Nachhaltigkeit interessieren. Außerdem organisiert die Kooperative Umweltbildungsprogramme, um das Bewusstsein für regenerative Praktiken zu stärken. Ihre Bioprodukte werden auf lokalen Märkten verkauft und per Hauszustellung angeboten, was ihr Wirtschaftsmodell ergänzt. Diese Diversifizierung sorgt für wirtschaftliche Stabilität und unterstützt ihre Mission der ökologischen Regeneration. Die Einbindung in mehrere Sektoren stärkt zusätzlich die lokale Wirtschaft und sichert die langfristige Tragfähigkeit des Projekts. Die nichtlandwirtschaftlichen Einnahmen sind entscheidend für die Widerstandsfähigkeit der Kooperative.

Vorteile und Nachteile der pfluglosen Bewirtschaftung und des Zwischenfruchtanbaus

Verbesserung der Bodengesundheit: Rationales Weidemanagement trägt zur natürlichen Regeneration der Weideflächen bei, reduziert Bodenerosion und erhöht die Fähigkeit des Bodens, Wasser und Nährstoffe zu speichern.

Förderung der Biodiversität: Durch rotierende Beweidung können sich verschiedene Pflanzenarten entwickeln, was zu einem vielfältigeren Ökosystem beiträgt. Auch lokale Pflanzen- und Tierarten werden erhalten und gefördert.

Reduzierter Bedarf an externen Betriebsmitteln: Durch die Rotationsweide sinkt der Bedarf an Futtermitteln und Düngeprodukten von außen. Dies macht die Bewirtschaftung nachhaltiger.

Komplexes Management: Die Methode erfordert fundierte Kenntnisse über Weidenachwuchs, Tierverhalten und ökologische Zusammenhänge. Sie ist aufwändiger als herkömmliche Weidehaltung.

Zeitaufwändig: Der Übergang zum rationalen Weidemanagement und die sichtbaren Erfolge etwa bei Bodenqualität oder Artenvielfalt brauchen Zeit. Das kann wirtschaftlich eine Herausforderung darstellen.

Lerninhalte

Die wichtigste Praxis bei Mas La Sala ist das rationale Weidemanagement. Dabei handelt es sich um eine Methode, bei der Weidetiere zum optimalen Zeitpunkt entsprechend dem Nachwuchs der Weideflächen und ihrem Wohlbefinden grasen. Diese Methode wird bei Ripollesa-Schafen und Angus-Rindern angewendet, die nicht nur die Weideflächen nutzen, sondern auch zur Pflege angrenzender Waldflächen beitragen. Durch gezielte Rotation der Weideflächen verbessert die Kooperative die Bodengesundheit, unterstützt die Biodiversität und fördert eine nachhaltige Landnutzung. Die Praxis trägt sowohl zum ökologischen Gleichgewicht als auch zum Tierwohl bei.

Verständnis regenerativer Landwirtschaftspraktiken und ihrer Bedeutung für die Regenerierung von Ökosystemen

Kenntnisse über Tierwohl, angepasst an regenerative Weideführung und Gesundheitsmanagement

Wissen über ökologische Wiederherstellung durch Rotationsweide

Verständnis für die ökonomischen Aspekte der nachhaltigen Landwirtschaft und deren Herausforderungen

Kenntnisse in Kooperations- und Gemeinwohlorientierung sowie der Zusammenarbeit mit anderen Landwirt:innen und lokalen Akteuren

Fachkenntnisse in Weidemanagement: Beurteilung von Weidezyklen, Auswahl geeigneter Flächen, Einschätzung des NachwuchsesPasture Management Skills: The ability to assess and manage grazing schedules, select appropriate grazing areas, and understand pasture regrowth.

Kompetenzen im Wasser: und Ressourcenmanagement innerhalb regenerativer Systeme

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