Spanien

Rontonar

„Ich kämpfe für eine Landwirtschaft, die auf Respekt gegenüber der Erde basiert.“

Diese Form der regenerativen Landwirtschaft gehört zur Makrokategorie Nachhaltigkeit, in der Unterkategorie Bodenregeneration und Wiederherstellung von Ökosystemen, mit folgenden Maßnahmen:

Agroforstwirtschaft, Wiederherstellung der Bodengesundheit, regenerative Anbaumethoden, Wasserschutz, Bio-Landwirtschaft, Förderung der Biodiversität, Schädlingsmanagement, Ökosystemleistungen, Anbau von Bioprodukten, nachhaltige Anbaumethoden

Einleitung

Rontonar Aceites ist das Projekt von Miguel Ángel. Er kümmert sich sorgfältig um die Olivenbäume seiner Familie, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, und nimmt auch aufgegebene Flächen wieder in Bewirtschaftung. Er setzt sich für eine Landwirtschaft ein, die auf Respekt gegenüber der Erde basiert, folgt der Weisheit der Älteren und kultiviert autochthone Sorten. Er praktiziert regenerative Landwirtschaft, die darauf abzielt, den Boden zu regenerieren und die Biodiversität zu erhöhen, um ein lebendiges Land zu schaffen.

Seine Vision ist es, ein Vorbild für nachhaltige Produktion von nativem Olivenöl extra (EVOO) zu sein und zu zeigen, dass sich ausgezeichnete Qualität mit umfassendem Umweltschutz verbinden lässt. Ziel ist es, eine führende Rolle bei landwirtschaftlicher Innovation einzunehmen und regenerative Praktiken zu fördern, die die Bodengesundheit wiederherstellen und zum Klimaschutz beitragen. Er möchte andere kleine Betriebe dazu ermutigen, nachhaltige und regenerative Ansätze zu übernehmen und ein Netzwerk von Produzentinnen und Produzenten aufzubauen, die sich für eine gesündere und ausgewogenere Zukunft unseres Planeten einsetzen.

Der Hof

Der Familienbetrieb in Alicante ist dem Olivenanbau gewidmet, mit einem Schwerpunkt auf drei autochthonen Sorten aus der Provinz Alicante: Blanqueta, Alfafarenca und Mançanella. Die Mission ist es, natives Olivenöl extra von höchster Qualität durch regenerative landwirtschaftliche Praktiken zu erzeugen. Dabei geht es um die Wiederbelebung und den Schutz lebendiger Böden, die Förderung der Biodiversität und den Respekt gegenüber dem natürlichen Gleichgewicht von Ökosystemen. Durch ihr Engagement für Nachhaltigkeit und Respekt gegenüber der Erde wollen sie ihren Kundinnen und Kunden ein außergewöhnliches Produkt anbieten, das die Reinheit und den Reichtum der natürlichen Umgebung widerspiegelt.

Der Standort

Die Olivenhaine befinden sich in Benifallim (Alicante). In den Worten von Miguel Ángel: „Benifallim ist mein Dorf, das Dorf meiner Eltern und Großeltern. Ein Dorf, das den Bergen, den Oliven- und Mandelbäumen verbunden ist. Von meinen Eltern habe ich die Liebe zur Erde gelernt, die Hingabe an eine Mutter Natur, die uns so viel Gutes schenkt. “ Bei Rontonar Aceites wird das natürliche Gleichgewicht der Umwelt geschätzt und geschützt. Sie sind sich bewusst, dass die Gesundheit von Böden und Ökosystemen grundlegend ist für die Qualität ihrer Produkte und für das Wohlergehen zukünftiger Generationen. Sie bemühen sie sich, die Umweltbelastung zu minimieren und die Gesundheit der Böden und Ökosysteme durch regenerative Anbaumethoden zu maximieren. Sie suchen kontinuierlich nach Verbesserungen in der Landwirtschaft und in der Produktion, indem sie Technologien und Methoden integrieren, die der Regeneration des Bodens und der Förderung der Biodiversität dienen.

Ziele der landwirtschaftlichen Regeneration

Durch regenerative Landwirtschaft schützen sie das natürliche Gleichgewicht ihrer Umwelt und erkennen an, dass die Gesundheit der Böden und Ökosysteme wesentlich ist für die Qualität der Produkte und das Wohlergehen kommender Generationen. Sie suchen laufend nach neuen Möglichkeiten, ihre landwirtschaftlichen und produktionstechnischen Verfahren zu verbessern. Dabei setzen sie Technologien und Methoden ein, die die Bodenregeneration und die biologische Vielfalt fördern. Auf diese Weise streben sie an, die Umweltbelastung zu minimieren und gleichzeitig die Gesundheit von Böden und Ökosystemen zu maximieren.

BestpracticeFokus

Der Boden ist die Grundlage jedes landwirtschaftlichen Systems. Im Olivenanbau stellt die Bodendegradation ein historisches Problem dar. Erosion, der Verlust organischer Substanz und Bodenverdichtung sind Folgen intensiver Bewirtschaftung. Neue Strategien verändern das Bodenmanagement grundlegend:

  • Begrünung: Die Aussaat von Pflanzen wie Leguminosen zwischen Olivenbäumen verhindert Erosion, bindet Stickstoff im Boden und verringert den Bedarf an synthetischem Dünger. Diese Pflanzen bieten auch Lebensraum für nützliche Insekten.
  • Ganzheitliches Wassermanagement: Intelligente Tröpfchenbewässerung in Kombination mit Regenwasserspeicherung sorgt für eine effiziente Nutzung jeder verfügbaren Wasserressource. In trockenen Regionen wie Andalusien ist das entscheidend, um die Übernutzung des Grundwassers zu vermeiden.
  • Kompostierung und Bio-Dünger: Durch die Nutzung von Schnittabfällen und Alperujo (einem Nebenprodukt der Olivenverarbeitung) zur Herstellung von Kompost wird der Boden angereichert, ohne auf chemische Mittel zurückgreifen zu müssen. Manche Betriebe konnten so den Humusgehalt innerhalb von fünf Jahren um bis zu 30 Prozent steigern.

Finanzielle Aspekte bei der Umsetzungregenerativer Maßnahmen – Herausforderungen

Die Einführung regenerativer Methoden ist nicht nur eine ethische Entscheidung, sondern auch eine wirtschaftliche Chance.

  • Zertifizierung und Mehrwert: Siegel wie „Bio-Landwirtschaft“ oder „Regenerative Organic Certified“ ziehen Konsumentinnen und Konsumenten an, die bereit sind, bis zu 20 Prozent mehr für verantwortungsvoll produziertes Olivenöl zu zahlen.
  • Langfristige Kostensenkung: Auch wenn der Einstieg Investitionen erfordert – etwa für effiziente Bewässerungssysteme oder Schulungen –, sinken langfristig die Ausgaben für Betriebsmittel wie Dünger oder Pflanzenschutzmittel deutlich.
  • Schaffung lokaler Arbeitsplätze: Regenerative Techniken sind arbeitsintensiver als konventionelle Methoden. Dadurch entstehen neue Beschäftigungsmöglichkeiten in ländlichen Gebieten, die von Abwanderung bedroht sind.

Darüber hinaus fördern Kooperationsprojekte zwischen landwirtschaftlichen Betrieben, Universitäten und staatlichen Einrichtungen Innovationen.

Vorteile und Nachteile der pfluglosen Bewirtschaftung und des Zwischenfruchtanbaus

Bodengesundheit: verbessert die Bodenstruktur und – fruchtbarkeit und steigert so die langfristige Produktivität.

Wasserbindung: Begrünung und natürliche Verfahren helfen, Feuchtigkeit im Boden zu halten und Erosion zu vermeiden.

Biodiversität: Die Methoden fördern ein gesundes Ökosystem, das nützliche Insekten und Mikroorganismen unterstützt.

Hohe Anfangskosten: Die Umstellung auf regenerative Verfahren erfordert oft erhebliche Investitionen.

Langsame Ergebnisse: Vorteile wie bessere Bodenstruktur oder mehr Biodiversität zeigen sich erst nach mehreren Jahren.

Arbeitsintensiv: Die Methoden erfordern mehr Handarbeit und sorgfältigere Planung als konventionelle Verfahren.

Lerninhalte

Der Boden ist die Grundlage jedes landwirtschaftlichen Systems. Im Olivenanbau stellt die Bodendegradation ein historisches Problem dar. Erosion, der Verlust organischer Substanz und Bodenverdichtung sind Folgen intensiver Bewirtschaftung. Neue Strategien verändern das Bodenmanagement grundlegend:

  • Begrünung: Die Aussaat von Pflanzen wie Leguminosen zwischen Olivenbäumen verhindert Erosion, bindet Stickstoff im Boden und verringert den Bedarf an synthetischem Dünger. Diese Pflanzen bieten auch Lebensraum für nützliche Insekten.
  • Ganzheitliches Wassermanagement: Intelligente Tröpfchenbewässerung in Kombination mit Regenwasserspeicherung sorgt für eine effiziente Nutzung jeder verfügbaren Wasserressource. In trockenen Regionen wie Andalusien ist das entscheidend, um die Übernutzung des Grundwassers zu vermeiden.
  • Kompostierung und Bio-Dünger: Durch die Nutzung von Schnittabfällen und Alperujo (einem Nebenprodukt der Olivenverarbeitung) zur Herstellung von Kompost wird der Boden angereichert, ohne auf chemische Mittel zurückgreifen zu müssen. Manche Betriebe konnten so den Humusgehalt innerhalb von fünf Jahren um bis zu 30 Prozent steigern.

Verständnis für traditionelle und lokale Sorten als Teil des genetischen und kulturellen Erbes

Kenntnisse über Trockenfeldbau mit Wasserversorgung durch Schnee, Regen und Nebel

Bewusstsein für die Bedeutung des Verzichts auf Pestizide und synthetische Düngemittel in der nachhaltigen Landwirtschaft

Einblick in die Rolle kleinparzellierter Flächen in Verbindung mit natürlicher Vegetation zur Brandvermeidung

Verständnis für die Funktion von Bodenbedeckung zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und zum Erosionsschutz

Wissen über den ökologischen Wert artenreicher Feldränder für die Förderung der Biodiversität

Fähigkeit zur Umsetzung nachhaltiger Anbaumethoden mit minimalem Wasserverbrauch

Fachkenntnisse in ökologischer Bewirtschaftung ohne chemische Hilfsmittel

Fähigkeit zur Gestaltung natürlicher Brandschutzstreifen und zur Förderung der Biodiversität durch Flächenplanung

Kompetenz in der Biodiversitätsförderung durch gezieltes Vegetationsmanagement und strukturreiche Feldränder

Fähigkeit, andere anzuleiten und Wissen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt weiterzugeben

Quellen / Literaturverzeichnis

Kontaktdaten

Adresse
C/ Relleu, 13, 03816, Benifallim, Alicante, Spain
Telefon
Miguel Ángel: +34 671877294